Schulgeld: Wieso? Wie hoch?

Weshalb erhebt die Freie Waldorfschule Augsburg Schulgeld?

Unsere Schule ist zwar eine staatlich genehmigte Privatschule, dennoch deckt die öffentliche Hand lediglich einen Teil der Gesamtkosten. Die Schule muss deshalb Elternbeiträge erheben, um eine ausreichende und solide Finanzierung des Schulbetriebes zu gewährleisten.

Wofür wird das Schulgeld verwendet?

Mit den bezahlten Schulbeiträgen wird sowohl der Betriebshaushalt ausgeglichen als auch den Verpflichtungen im Rahmen des Investitionshaushaltes und der Zukunftsvorsorge entsprochen. Die Elternbeiträge sollen auch Zusatzangebote ermöglichen, welche dem waldorfpädagogischen Ansatz unserer Schule gerecht werden.

Wie wird das Schulgeld festgelegt?

Die Gesamtsumme des Schulgelds soll durch eine möglichst gerechte Verteilung der Last – entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Elternhäuser – erbracht werden. Kein Kind darf aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Elternhauses vom Schulbesuch ausgeschlossen werden. Diesem Grundsatz entsprechend basiert die Beitragserhebung auf der Höhe des Familieneinkommens und auf einer eigenverantwortlichen Selbsteinschätzung der Beitragshöhe. Die pädagogischen Bemühungen an unseren Einrichtungen sind unabhängig von der Höhe einzelner Elternbeitragszahlungen.

Wie geschieht die Selbsteinschätzung?

Die Ermittlung der Höhe des Schulgeldbetrages wird von den einzelnen Schülerhaushalten in eigenverantwortlicher Selbsteinschätzung unter Vorgabe eines Referenzwerts vorgenommen.

Um diesen Prozess der Selbsteinschätzung auf eine der Schulgemeinschaft gegenüber verantwortliche Basis zu stellen und den Eltern ihre Verantwortung für den Betrieb der Schule vor diesem Hintergrund deutlich zu machen, besucht der Geschäftsführer und eine Vorstandsdelegation den letzten Elternabend jeder Klasse gegen Ende jedes Schuljahres – also ungefähr im Zeitraum zwischen April und Juni. Ebenso wird mit dem ersten Elternabend der neuen 1. Klasse verfahren, der gewöhnlich im Juli vor Schulbeginn der Erstklässler stattfindet.

Dabei wird die finanzielle Situation der Schule samt geplanter investiver Maßnahmen dargestellt und daraus abgeleitet eine sog. Referenzkurve. Sie stellt den Schulgeldbedarf der Schule abhängig vom Haushaltseinkommen des Elternhaushalts dar. Direkt nach jedem dieser Elternabende wird allen Eltern der jeweiligen Klasse diese Referenzkurve und eine Ergänzung zum Schulvertrag zugeschickt, in der sie schriftlich eine Anpassung ihres individuellen Schulgeldbeitrags vornehmen. Diese wird dann zum 1. September des Jahres gültig. Dies bedarf keiner Offenlegung des Haushaltseinkommens. Jede Familie nimmt basierend auf der Referenzkurve in Eigenverantwortung die Festlegung des Schulgeldbetrags vor.

Welche weiteren Kosten kommen darüber hinaus auf Sie zu?
• Aufnahmegebühr: Die Schule erhebt eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 295 Euro, die mit Unterzeichnung des Schulvertrags fällig wird.
• Baudarlehen: Für Baumaßnahmen brauchen wir genügend Eigenkapital, deshalb wird für jedes Schulkind ein einmaliges Baudarlehen in Höhe von 1.000 Euro zum Schulbeginn erhoben. Dabei ist Ratenzahlung möglich. Bei Schulaustritt Ihres Kindes wird das Darlehen unverzinst an Sie zurückgezahlt (oder Sie können es als Spende bei der Schule belassen).
• Klassenkasse: Kosten für Schulmaterialien, Klassenfahrten, Ausflüge etc. sind nicht im Schulgeld enthalten. Sie werden über eine sogenannte Klassenkasse je nach Bedarf eingezogen. In der Unterstufe sollte man dafür circa 200 Euro pro Schuljahr einplanen. In der Mittel- und Oberstufe ist aufgrund von größeren Klassenfahren und Exkursionen mit höheren Kosten zu rechnen.

Hier finden Sie ein paar vertiefende Informationen zum Thema Schulgeld: