Schulgeld: Wieso? Wie hoch?

Weshalb erhebt die Freie Waldorfschule Augsburg Schulgeld?
Unsere Schule ist zwar eine staatlich genehmigte Privatschule, dennoch deckt die öffentliche Hand lediglich nur einen Teil der Gesamtkosten. Die Schule muss deshalb Elternbeiträge erheben, um eine ausreichende und solide Finanzierung des Schulbetriebes zu gewährleisten.

Wie wird das Schulgeld festgelegt?
Der Vorstand ermittelt jährlich auf der Grundlage der aktuellen Haushaltszahlen den Deckungsbeitrag. Das ist der Betrag pro Schüler, der erforderlich ist, um einen ausgeglichenen Vereinshaushalt (Träger unserer Schule ist der Verein „Freie Waldorfschule und Waldorfkindergärten Augsburg e.V.“) zu erzielen. Dabei müssen Geschwisterermäßigungen und darüber hinaus gewährte Ermäßigungen abgedeckt sein.

Wie hoch ist das Schulgeld für unser Kind?
Für das erste Kind wird der Deckungsbeitrag erhoben. Zurzeit liegt er bei 281 Euro monatlich. Für alle weiteren Kinder werden Geschwisterermäßigungen gewährt. Sie müssen nicht beantragt werden. Für das zweite Kind fällt die Hälfte des Deckungsbeitrags, für das dritte und jedes weitere Kind ein Viertel des Deckungsbeitrags an.

Welche weiteren Kosten kommen auf uns zu?
• Aufnahmegebühr: Die Schule erhebt eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 281 Euro, die mit Unterzeichnung des Schulvertrags fällig wird.
• Baudarlehen: Für Baumaßnahmen brauchen wir genügend Eigenkapital, deshalb wird für jedes Schulkind ein einmaliges Baudarlehen in Höhe von 1.000 Euro zum Schulbeginn erhoben. Dabei ist Ratenzahlung möglich. Bei Schulaustritt Ihres Kindes wird das Darlehen unverzinst an Sie zurückgezahlt (oder Sie können es als Spende bei der Schule belassen).
• Klassenkasse: Kosten für Schulmaterialien, Klassenfahrten, Ausflüge etc. sind nicht im Schulgeld enthalten. Sie werden über eine sogenannte Klassenkasse je nach Bedarf eingezogen. In der Unterstufe sollte man dafür circa 200 Euro pro Schuljahr einplanen. In der Mittel- und Oberstufe ist aufgrund von größeren Klassenfahren und Exkursionen mit höheren Kosten zu rechnen.

Gibt es eine Möglichkeit das reguläre Schulgeld zu ermäßigen?
Ja, die Haltung unserer Schule ist, dass kein Kind aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Elternhauses vom Schulbesuch ausgeschlossen werden darf. Ermäßigungen müssen beantragt werden.

Sollten höhere Einkommen ein höheres Schulgeld bezahlen?
Ja! Die Schule regelt dies auf freiwilliger Basis über die sogenannten Patenschaften. Eine Patenschaft kann entweder aus einer monatlichen Summe in von Ihnen gewählter Höhe bestehen oder aus einer einmal oder mehrmals pro Jahr verbindlich überwiesenen Summe. Bitte füllen sie dafür die dem Schulgeldvertrag beigelegte Vereinbarung aus. Für Ihre auf diese Art gezeigte Solidarität sind wir sehr dankbar! Der Trägerverein unserer Schule muss für einen ausgeglichenen Haushalt sorgen und im Idealfall werden Schulgeldermäßigungen über die Patenschaften ausgeglichen. Sie können Patenschaften jederzeit kündigen.

Die folgende Tabelle soll Ihnen einen Anhaltspunkt geben, in welcher Höhe Patenschaften nach unseren Erfahrungen angemessen sind.

Haushalts-Netto-Jahreseinkommen, Empfohlene Patenschaft monatlich 30.000 – 37.500 € 50 €
37.500 – 42.000 € 100 €
42.000 – 50.000 € 150 €
darüber: 200 €

Verfahren zur Beantragung einer Schulgeldermäßigung

Der Ermäßigungsantrag kann unter www.waldorf-augsburg.de heruntergeladen oder über Frau Viel (Tel: 0821-2796011) angefordert werden. Hierzu muss vom Elternhaushalt eine Selbstauskunft ausgefüllt werden, die von uns vertraulich behandelt wird. Dabei sind alle Unterlagen, die die finanzielle Lage des Haushalts darstellen, einzureichen. Die Beitragskommission prüft die eingereichten Unterlagen und unterbreitet den Antragstellern gegebenenfalls schriftlich eine Vereinbarung über einen ermäßigten monatlichen Schulgeldbetrag. Ist dieser vorgeschlagene ermäßigte Betrag nach wie vor für die Antragsteller zu hoch, so kann über das Schulbüro ein Termin für ein persönliches Gespräch mit Vertretern der Beitragskommission vereinbart werden. Am Ende des Gesprächs steht eine gemeinsam getragene Vereinbarung. Auch die Beitragskommission behält sich vor, Antragsteller zum persönlichen Gespräch einzuladen.

Wie lange gilt eine Schulgeldermäßigung?

• Die Ermäßigung gilt grundsätzlich nur bis zum Schuljahresende im Juli bzw. für den bewilligten Zeitraum.
• Wird dann kein neuer Ermäßigungsantrag gestellt, so wird nach Ablauf des Ermäßigungszeitraums automatisch der monatliche Deckungsbeitrag abgebucht.
• Wenn der Grund für die Ermäßigung entfällt, müssen die Eltern die Schule unmittelbar darüber in Kenntnis setzen, so dass der monatliche Deckungsbeitrag erhoben werden kann.
• Die Zahlung des Deckungsbeitrags gilt rückwirkend bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Grund für die Ermäßigung weggefallen ist.
• Wird die Beitragsermäßigung über den bewilligten Zeitraum hinaus benötigt, muss sie spätestens sechs Wochen vor Ablauf des Ermäßigungszeitraums schriftlich beantragt und mit aktuellen Einkommensunterlagen begründet werden. Der Antrag wird dann erneut geprüft. Wird der Antrag zu spät gestellt, so wird nach Ablauf des vereinbarten Ermäßigungszeitraums monatlich der Deckungsbeitrag abgebucht. Eine eventuell neu vereinbarte Ermäßigung tritt frühestens ab dem Zeitpunkt der neuerlichen Beantragung in Kraft.

Spürt mein Kind Konsequenzen, weil ich nicht das volle Schulgeld bezahlen kann?
Nein! Die Vereinbarungen über die Höhe des Schulgeldes sind vertraulich! Auch die Pädagogen erfahren nichts über die Höhe des Schulgeldbeitrags ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Vereinbarungen werden vertraulich aufbewahrt und sind ausschließlich den Mitarbeitern der Beitragskommission, den Vorstandsmitgliedern, Rechnungsprüfern und Mitarbeitern der Verwaltung zugänglich.

Wie setzt sich die Beitragskommission zusammen?
Die Beitragskommission ist ein ehrenamtliches Gremium aus ehemaligen und derzeitigen Schuleltern.