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Das Lied von Freiheit und Unabhängigkeit
Achte Klasse spielt "Rote Zora"

"Schlafen kannst du, wenn du groß bist", sagt Zora zum gähnenden Branko, als sie mitten in der Nacht bei seiner Großmutter gelauscht haben, als diese ihre geheimnisvollen Salben an ihre Kunden verkauft. Der reiche Bauer Karaman leidet unter der Gicht. Und die Ehebrecherin braucht eine Salbe, die den Verdacht ihres Mannes bannt. Beiden verkauft die raffinierte Kata dieselbe Salbe, die aus Schweineschmalz, Kamille und Arnika besteht - mal behauptet sie es sei das Fett eines toten Hundes, mal nennt sie es ihre Gichtsalbe. Der sprechende Papagei der Großmutter spielt eine wichtige Rolle bei diesen raffinierten Kundengesprächen. Dies war nur eine von vielen tollen Szenen des diesjährigen Achtklassstücks. Die Darsteller der achten Klasse begeisterten das Publikum mit einer Bühnenfassung des Kinderbuchklassikers "Die Rote Zora". Szene für Szene spielt jeweils in einem anderen Bühnenbild. Da gibt es die Burg mit einem Turrm, eine Gefängniszelle, die Hütte der Großmutter Kata, den Markt und viele weitere Orte. 
Brankos Mutter ist tot. Nun ist der 12-jährige ganz auf sich gestellt. Auf dem Markt hebt er einen heruntergefallenen Fisch auf und wird sofort des Diebstahls bezichtigt. Der Gendarm der Stadt bringt ihn ins Gefängnis, dort wird er aber schon bald von einem 13-jährigen Mädchen mit roten Haaren befreit. Es ist die Rote Zora, die gemeinsam mit anderen Jugendlichen auf einer verfallenen Burg wohnt. Sie nennen sich die Uskoken und machen kleinere Diebstähle, um zu überleben. In ihrer Gruppe halten sie sich jedoch strikt an ihre eigenen Regeln, ihr oberstes Gebot ist Solidarität. In ihrem Lied besingen sie ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Die Dorfbewohner sind korrupt und machtbesessen, die Gymnasiasten versuchen, die Uskoken zu verprügeln, was dank Zoras Tapferkeit misslingt.
Branko will den anderen in der Bande beibringen, dass man nicht bei den Armen stehlen darf. Als Duro und ihr Freund ein Huhn beim alten Gorian stehlen, da sagt Branko zu ihnen "Karaman hat 300 Hühner! Wenn ihr schon stehlen müsst, dass stehlt wenigstens dort!" Gemeinsam mit Zora stielt er dann zwei kleine Vögel bei Karaman und bringt sie Gorian als Ausgleich zurück.
Die achte Klasse hat unter der Regie von Sprachgestalter Uwe Henken die Geschichte der Bande lustig und rasant aufgeführt. Die Lieder hat Musiklehrer Lukas Gayler einstudiert, die Kostüme entstanden unter Anleitung von Handarbeitslehrerin Petra Wittmann. Das Publikum dankte es mit langanhaltendem Applaus und reichlichen Spenden in die Hüte, die die Schauspieler am Ausgang in den Händen hielten. (Fotos: Angelika Lonnemann)