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Die süßestes Versuchung, seit es Schultheater gibt - achte Klasse spielt "Chocolat"

Ein verschlafenes Nest irgendwo in der französischen Provinz, wo in den 50er Jahren alles seine bürgerliche Ordnung hat: der Pfarrer ist die unangefochtene Autorität in allen Fragen von Gut und Böse, er vertreibt jedes Jahr die Zigeuner vom Flussufer, wenn sie sich für einige Wochen niederlassen wollen. Ausgerechnet hierhin hat der Wind die unverheiratete Vianne mit ihrer Tochter geweht. Und ausgerechnet in der Fastenzeit eröffnet sie gegenüber der Kirche eine Chocolaterie! Weil sie mit ihren Schokoladenspezialitäten Seelen heilen kann, hat sie bald viele treue Kunden und mischt das Dorf mit ihrer unkonventionellen Art ordentlich auf. Die achte Klasse der Freien Waldorfschule hat das Theaterstück spielfreudig und lebendig in zwei Besetzungen auf die Bühne gebracht. Unterstützt wurden sie dabei von Regisseur Uwe Henken. Das grandiose Bühnenbild, dessen Elemente man aufklappen konnte, so dass sich dahinter neue Räume auftaten, haben die Schüler mit der Lehrerin Sanna Bierbaums gestaltet. Die Kostüme, die die 50er Jahre wiederspiegelten, waren unter Anleitung von Lehrerin Petra Wittmann entstanden.

„Ein tolles Stück und viele sehr begabte junge Schauspieler“, lobte im Anschluss an die Premiere die Zuschauerin Maike Hoff. Für die Schüler ist die Zeit der Inszenierung eine aufregende Lebensphase. Ehemalige Waldorfschüler erinnern sich besonders gern an die  Klassenspiele, die sie in der achten und in der zwölften Klasse inszenieren. „Die letzte Woche hatten wir keinen Unterricht mehr, sondern Hauptproben, Generalproben und erste Aufführungen vor den anderen Schülern der Schule“, berichtete eine junge Schauspielerin. „Das war eine tolle Zeit, in der sich die Klasse plötzlich von einer neuen Seite kennengelernt hat“.