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Festakt zur Saaleinweihung Mai 2015

Feierlich und unter Anteilnahme sämtlicher Schüler, Lehrer und sehr vieler Eltern wurde in der Freien Waldorfschule Augsburg der neue Saal eingeweiht. Chor und Orchester der Schule führten Mozarts Freimaurerkantate „Dir, Seele des Weltalls“ auf. Zu den Gästen gehörten auch einige Menschen, die bereits die Grundsteinlegung des ersten Saales 1981 miterlebt hatten. Die Baukosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro wurden vom Schulträger selbst und mit Hilfe von Sponsoren finanziert. Als Vertreterin der Stadt Augsburg dankte die Grünen-Stadträtin Martina Wild den Anwesenden für deren Engagement: „Mit viel Eigeninitiative, wie es für die Waldorfschule typisch ist, haben Sie diesen Bau hingestellt!“ Der Ministerialdirigent für die Gymnasien in Schwaben, Hubert Lepperdinger, sagte in seinem Grußwort: „Wenn Schule und Gebäude in einer guten Beziehung stehen, dann gelingen Beziehungen besser. Ein gutes Gebäude ist wie ein Organismus, es zieht Leben an und führt zu Entfaltungen“. Er bedankte sich lächelnd für die Einladung, „obwohl der Staat diesen Bau nicht bezuschusst hat“ und betonte, dass der Staat die Schulen in freier Trägerschaft nicht als Konkurrenz sondern als deren Ergänzung betrachte. Für das selbstverwaltete Lehrerkollegium sprach Irene Goedecke-Stöhning. Sie betonte, wie wichtig der neue Saal für die Schulgemeinschaft sei. „Endlich können sich ältere und jüngere Schüler wieder gegenseitig bei unseren Schulfeiern wahrnehmen. Endlich können wir wieder eine richtige Waldorfschule sein“. Sie kündigte einige Veranstaltungen im neuen Saal an und meinte, sie freue sich darauf, dass die Waldorfschule nun auch für schulfremde Kulturveranstalter wieder ein interessantes Raumangebot bieten könne. Mit einem gesungenen Reigen umschritten dann Grundschulkinder den Architekten Matthias Zimmer, um ihn zu feiern. Er berichtete im Anschluss von „Freude und Hingabe“, die seine Arbeit während der Bauzeit bestimmt hätten: „Selbst unter den Bauarbeitern konnte man fühlen, das war hier was ganz besonderes. Es herrschte gute Laune, ich habe die singen hören, sogar bei Regen – sowas ist mir auf anderen Baustellen nie begegnet!“
Als Vertreterin der Anthroposophischen Gesellschaft sprach Irmgard Baur, die daran erinnerte, wie 1968 die Idee, eine Waldorfschule zu gründen, entstanden war. Sie nannte sich selbst „eine der Urmütter der damaligen Gründergemeinschaft“ und sagte, dass sie mit Stolz und Freude auf die Geschichte der Waldorfschule in Augsburg schaue. „Ich bin dankbar für die vielen Menschen, die durch ihre anthroposophische Lektüre den Geist hier aufrechterhalten haben. Und auch den Vertretern der Stadt und des Staates danke ich, die uns über all die Jahre hin freundschaftlich verbunden waren“. Sie erinnerte an Hans Breuer, der zunächst als Sozialreferent, dann als Oberbürgermeister den Waldorfgedanken unterstützt habe. Und an Fritjof Finkbeiner, einen weiteren Gründer der Schule, der nicht an der Einweihungsfeier teilnehmen konnte.
In seinen drei Eigenschaften als ehemaliger Schüler, aktueller Schülervater und Mitglied des Vorstandes des Trägervereins sprach Alexander Meyer. „Ich wünsche, dass ihr noch viele grandiose Momente auf dieser Bühne haben werdet“, wandte er sich an die Schüler.
Bei Holunderlimonade oder Früchtetee auf Eis und feinen Snacks klang die Veranstaltung vor dem Saal und im Speisesaal der Schule aus. Dort zeigte eine Fotoausstellung Impressionen von Veranstaltungen auf der Bühne des ehemaligen Saals von 1981 bis heute.