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Vier Arten das Leben zu leben - Bilder vom Achtklassspiel "Haus der Temperamente"

Differenz und Übertreibung - zwei Elemente, die Komik erzeugen. In Johann Nestroys Posse "Das Haus der Temperamente" von 1837 kommen beide reichlich vor. Die achte Klasse spielte die Geschichte der vier Familien mit den vier Temperamenten. Zeitgleich sind auf und neben der Bühne vier Bühnenbilder aufgebaut, die die Wohnungen der phlegmatischen Familie von Fad, der melancholischen Familie von Trüb, der sanguinischen Familie von Froh und der cholerischen Familie von Braus zeigen. Auf gleiche Situationen wie etwa die Ankunft des lange abwesenden Sohnes oder die Ankündigung einer Ehe reagieren die vier Familien gemäß ihrer Temperamente. Die Szenen wechseln, in dem das Licht das jeweilige Bühnenbild beleuchtet, dies geschieht zum Teil im sekundenschnellen Wechsel. Während die in blaue und schwarze Kostüme gekleidete Familie von Trüb bestimmt wird von der "wehmütigen Erinnerung an den Unvergesslichen", den verstorbenen Mann der Familie, dominiert bei Herrn von Fad das "Ja, wenn aber". Herr von Braus ist ununterbrochen empört ("Zittert vor meinem Gram!"), während bei der gelb gekleideten Familie von Froh immer die Sonne scheint: "Alles ist gut - und was nicht gut ist, muss gut werden" lautet das Motto der Familie. Ein unterhaltsamer Abend!