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Dritte Klasse gießt Bronzeglocke für den kleinen Schulhof

Im Rahmen ihrer Hausbau-Epoche wird die dritte Klasse einen Glockenturm aus Holz bauen, um das kleine Gebäude-Ensemble auf dem Schulhof zu komplettieren. Für diesen rund vier Meter hohen Glockenturm wurde am 19.März die Bronzeglocke gegossen. Aus Schwäbisch-Hall war dafür der Gießer Peter Glasbrenner angereist. In seinem Kleintransporter hatte er alles dabei, um mit Schülern und Eltern die Glocke, die einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern haben wird, gießen zu können. Gearbeitet wurde im traditionellen Sandgussverfahren. Abwechselnd mussten die Schüler den tiefschwarzen Formsand in die Form pressen, in die Glasbrenner zuvor das Glockenmodell gesetzt hatte. Der Formsand besteht aus Quarzsand und Öl und musste von den Kindern mit dem Stampfer verdichtet werden. Rahmenform für Rahmenform wird aufgesetzt und die Modellglocke verschwindet im schwarzen Sand, der später die Gussform bilden wird. „Bronze ist eine Legierung von Zinn und Kupfer“, erzählt der Glockengießer den Schülern während der Arbeit. Kurz bevor die Gussform fertig ist, drückt er noch die Inschrift-Buchstaben in den Formsand. Der Wunsch „Glück für die Schule! 3. Klasse 2011“ wird für die Lebensdauer der Glocke nun an diesen Tag erinnern. Nachdem rund eine dreiviertel Stunde die Bronze auf 1100 Grad Celsius erhitzt wurde, sammeln sich die 33 Schüler, ihre Geschwister, Eltern, Lehrer und viele andere Neugierige auf dem Schulhof. Andächtige Stille herrscht, als Peter Glasbrenner ein Gebet anstimmt, in dem er um den Segen für den Guss und den Ort, an dem die Glocke läuten wird, bittet. Auch nach dem Gebet bleibt alles in gespannter Stille. Glasbrenner und ein Vater heben mit einer Riesenzange den glühenden Eimer aus dem Ofen und gießen dann vorsichtig das kochende Metall in die Form. „Gut habt ihr das gemacht, wie es aussieht hat alles prima geklappt“, lobt der Glockengießer die Schüler. Schon in den letzten Tagen sei die Stimmung in der Klasse toll gewesen, berichtete Klassenlehrerin Hiltrud Kamolz. „Alle haben sich riesig auf heute gefreut – und tatsächlich sind heute ja bis auf einen Erkrankten auch alle 34 Schüler der Klasse gekommen“, so Kamolz. Sie freue sich auch sehr über die mitwirkenden Eltern, die im Speisesaal der Schule Kuchen, Suppe und Getränke anboten und das Fundament für den Glockenturm gruben. Finanziert wurde das besondere Schulprojekt durch Spenden und das Engagement der Eltern bei Verköstigungsverkäufen bei Schulveranstaltungen. Auch die Stahlwerke Meitingen spendeten eine größere Summe, so dass die 1.500 Euro Gesamtkosten geschultert werden konnten. Die Schüler Valentin, Vinzenz, Lennart und Daniel waren sich hinterher einig: „Cool war das heute! Am besten war am Schluss der glühende Ofen und das orangeflüssige Metall!“ Rund 12 Stunden muss die Glocke nun auskühlen. Dann wird sie aus ihrer Form geholt.